Die wichtigsten Erkenntnisse
- Struktur kann den Erfolg fördern. 30-60-90-Tage-Pläne unterteilen das Onboarding in Phasen: lernen, Beitrag leisten, umsetzen. Ergebnis: 2,6-mal höhere Zufriedenheit.
- Technologie kann dabei helfen, Personalisierung im großen Maßstab zu ermöglichen. Moderne Plattformen automatisieren das Training und verfolgen die Fortschritte, wodurch sie allen Teilnehmer:innen einheitliche und gleichzeitig personalisierte Erlebnisse bieten.
- Das Engagement der Manager:innen ist während des Einstellungs- und Onboarding-Prozesses nicht verhandelbar. Die aktive Beteiligung von Manager:innen erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass neue Mitarbeiter:innen außergewöhnliche Onboarding-Erfahrungen machen, um das 3,4-Fache.
Die effektivsten Best Practices für das Onboarding gehen weit über einen einfachen Orientierungstag hinaus. Sie umfassen eine strategische, strukturierte Journey, die neue Mitarbeiter:innen in selbstbewusste, produktive und engagierte Mitglieder Ihres Teams verwandelt. Für heutige Personalverantwortliche ist es das Ziel, ein Erlebnis zu schaffen, das die Mitarbeitenden sowohl willkommen heißt als auch stärkt. Ein positiver erster Eindruck während des Onboarding-Prozesses kann den Grundstein für ein langfristiges Engagement legen, sodass sich neue Mitarbeiter:innen wertgeschätzt fühlen und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie im Unternehmen bleiben.
Das wirksamste Tool dafür ist der 30-60-90-Tage-Plan, ein Framework, das entwickelt wurde, um vom ersten Tag an und während der entscheidenden ersten drei Monate Klarheit, Orientierung und messbare Fortschritte zu bieten. Dieses Framework verbessert auch die Onboarding-Erfahrung neuer Mitarbeiter:innen, da sie sich dadurch unterstützt und gut vorbereitet fühlen. Eine Studie von Gallup ergab, dass 70 % der Mitarbeiter:innen, die eine außergewöhnliche Onboarding-Erfahrung hatten, angeben, dass sie „den bestmöglichen Job“ haben. Diese Mitarbeitenden sind außerdem 2,6-mal häufiger extrem zufrieden mit ihrem Arbeitsplatz. Im Gegensatz dazu zeigt eine Studie von SHRM, dass bis zu 20 % der gesamten Mitarbeiterfluktuation innerhalb der ersten 45 Tage eines neuen Jobs auftritt. Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass der erste Eindruck tatsächlich zählt.
Um zu sehen, wie diese Prinzipien in der Praxis funktionieren, lesen Sie den unten stehenden Kundenbericht darüber, wie die gemeinnützige Gesundheitsorganisation BJC HealthCare das Onboarding für 33.000 Mitarbeiter:innen verbessert hat.
Die Entwicklung des Mitarbeiter-Onboardings: mehr als nur ein Willkommenspaket
Früher beschränkte sich das Onboarding weitgehend auf eine administrative Checkliste: Formulare ausfüllen, einen Laptop erhalten und das Team kennenlernen. Dieser veraltete Onboarding-Prozess führt häufig dazu, dass sich neue Mitarbeitende überfordert und von ihrem Arbeitsplatz sowie ihren Kolleg:innen abgekoppelt fühlen.
Wie die Cornerstone-Expert:innen an anderer Stelle angemerkt haben: „Onboarding geht über die bloße Vorstellung Ihres Unternehmens bei neuen Mitarbeiter:innen (und umgekehrt) hinaus. Es geht nicht nur um Papierkram, und es ist auch nicht in einem Tag getan.“ Tatsächlich beginnt ein guter Onboarding-Prozess bereits in der Recruiting-Phase, um sicherzustellen, dass Sie jemanden einstellen, der alle Kriterien hinsichtlich Unternehmenskultur und Eignung erfüllt.
Zum Thema effektive Einstellungspraktiken äußert sich Karriere-Coach Jay Forte wie folgt: „Sie möchten Talente gewinnen, die nicht nur über die erforderliche Erfahrung verfügen, sondern auch das notwendige Verhalten zeigen, um kontinuierlich Spitzenleistungen zu erzielen. Nehmen wir das Beispiel einer:eines Kundendienstmitarbeitenden: Die erfolgreichsten unter ihnen wissen, wie sie schnell einen Draht zum Kunden aufbauen und scheinbar unlösbare Probleme sofort beheben können.“ Ihr 30-60-90-Tage-Plan sollte darauf abzielen, diese spezifischen Verhaltensweisen zu fördern und weiterzuentwickeln, die die Kandidat:innen überhaupt erst attraktiv gemacht haben.
Erstellen Sie eine proaktive Onboarding-Vorlage, mit der Sie neue Mitarbeitende reibungslos in das Gefüge des Unternehmens integrieren können. Ein strukturierter und personalisierter Prozess sorgt für Konsistenz, Klarheit und ein unterstützendes, willkommen heißendes Umfeld in einer Zeit erheblicher Veränderungen für die neue Person. Dieser Wandel im Mindset von einer administrativen Aufgabe zu einer strategischen Funktion ist die Grundlage des modernen Talentmanagements und bildet den Kern effektiver Onboarding-Best-Practices.
Was ist ein 30-60-90-Tage-Plan und warum ist er ein Eckpfeiler des Erfolgs?
Ein 30-60-90-Tage-Plan ist ein strukturiertes Konzept, das klare Zielsetzungen, Learning-Ziele und Performance-Erwartungen für die ersten drei Monate neuer Mitarbeitender in Ihrem Unternehmen definiert. Er dient als Fahrplan, der die neuen Mitarbeiter:innen, Sie und die direkten Vorgesetzten durch eine mehrstufige Journey der Integration, des Beitrags und der schließlich angestrebten Autonomie und Zufriedenheit in der neuen Funktion begleitet.
Definition des 30-60-90-Tage-Plans
Dieses Konzept gliedert die scheinbar einschüchternde Aufgabe, einen neuen Job zu beginnen, in überschaubare 30-tägige Abschnitte. Jede Phase hat einen klaren Schwerpunkt. Die ersten 30 Tage sind darauf ausgelegt, das Unternehmen, seine Produkte, die eigene Rolle, die Systeme und die Ziele kennenzulernen. Die nächsten 30 Tage stehen im Zeichen aktiver Beiträge und Zusammenarbeit oder der Eingewöhnung in die Teamarbeit. Die letzten 30 Tage dienen dazu, Initiative zu zeigen und unabhängig Ergebnisse zu erzielen. Der Rahmen hilft neuen Teammitgliedern, genau zu verstehen, was in den einzelnen Phasen von ihnen erwartet wird.
Der psychologische Vorteil: eine Analyse der ersten drei Monate
Der Antritt einer neuen Stelle kann für alle Personen Ängste und Unbehagen auslösen. Neue Mitarbeiter:innen stehen vor der Herausforderung, sich in unbekannten sozialen Dynamiken, Prozessen und Erwartungen an ihre Performance zurechtzufinden. Ein 30-60-90-Tage-Plan kann diesen Stress lindern, indem er für alle Beteiligten eine klare, transparente Struktur bietet.
Carol Anderson schreibt: „Um sicherzustellen, dass Mitarbeiter:innen von Anfang an Verantwortung für ihr Learning übernehmen, sollten Sie bei neuen Mitarbeiter:innen auf intellektuelle Neugier achten. Intellektuelle Neugier ist eine zentrale Eigenschaft guter Mitarbeiter:innen – sie fördert selbstbestimmtes Lernen, Innovation und Prozessoptimierung.“ Das Gleiche gilt für das 30-60-90-Tage-Konzept, mit dem Mitarbeiter:innen vom ersten Tag in ihrer neuen Rolle an Verantwortung für ihre Erfahrungen übernehmen können.
Die ersten 30 Tage: die Grundlage schaffen
Der erste Monat in einem neuen Job ist mit Sicherheit die kritischste Phase der gesamten Onboarding-Journey. In dieser Phase ist es das wichtigste Ziel, die neuen Mitarbeiter:innen in Ihre Unternehmenskultur einzuführen, ihnen das grundlegende Wissen bereitzustellen, das sie benötigen, und ihnen dabei zu helfen, innerhalb des Unternehmens wichtige Beziehungen aufzubauen, damit sie sich später erfolgreich entfalten können.
Fokus auf Lernen und Integration
In den ersten 30 Tagen sollte der Schwerpunkt auf dem Aufnehmen von Informationen über das Unternehmen und die neue Rolle liegen. Dazu gehört beispielsweise, sich mit der Mission und den Werten des Unternehmens vertraut zu machen, sich über seine Produkte oder Dienstleistungen zu informieren und interne Systeme und Abläufe kennenzulernen. Es ist auch ein guter Zeitpunkt für die soziale Integration, bei der die neue Person andere Teammitglieder, wichtige Stakeholder:innen und ihre zugewiesenen Mentor:innen oder ihren Onboarding-Buddy trifft. SHRM fand heraus, dass ein Buddy-Programm ein äußerst effektives Instrument sein kann, wobei 56 % der neuen Mitarbeitenden angaben, dass ihnen die Begegnung mit einem Buddy, selbst nur einmal, geholfen hat, schneller produktiver zu werden.
Die Rolle der Technologie bei der Automatisierung grundlegender Schulungen
In einem Fall transformierte die Cornerstone-Learning-Experience-Plattform, wie sie von Enphase eingesetzt wurde, die Onboarding-Erfahrung neuer Mitarbeiter:innen, indem sie ihnen half, das Unternehmen und sein Angebot besser zu verstehen, sodass sie sich leichter in ihre neuen Rollen einarbeiten konnten. Gemäß dem 30-60-90-Tage-Konzept bzw. -Plan war das Ziel, dass die neuen Mitarbeiter:innen innerhalb von 45 Tagen nach Arbeitsbeginn bei Enphase produktiv arbeiten und sich schnell in ihre Aufgaben einfinden.
Ihr Learning-Programm umfasste Themen wie die Bekanntheit des Unternehmens und der Enphase-Produkte, eine Übersicht über wichtige Geschäftseinheiten sowie den Leitfaden zur Unternehmenskultur, die Werteorientierung usw. für eine einfache Onboarding-Erfahrung.
Allerdings kann es eine logistische Herausforderung sein, sicherzustellen, dass jede neue Person dasselbe hochwertige grundlegende Training erhält, insbesondere für große oder dezentrale Unternehmen.
Genau hier punkten Onboarding-Praktiken, die Technologie optimal nutzen. Ein robustes Learning-Management-System (LMS), wie das von Cornerstone angebotene, kann diese wichtigen Inhalte automatisch bereitstellen. Mit dem Cornerstone Immerse Companion können Sie KI und VR nutzen, um für alle Mitarbeiter:innen einen persönlichen virtuellen Onboarding-Buddy zu erstellen.
Die nächsten 30 Tage: Beiträge und Zusammenarbeit fördern (Tage 31–60)
Sobald dieses grundlegende Mitarbeitertraining abgeschlossen ist, geht es im zweiten Monat darum, Ihre neuen Talente von passiven Lernenden zu aktiven Beitragsleistenden Ihres Unternehmens zu entwickeln. Die Person sollte beginnen, ihr neu erworbenes Wissen in praktischen Aufgaben anzuwenden, und in der Lage sein, direkter zu den Team- und Unternehmenszielen beizutragen.
In dieser Phase ist es ebenfalls wichtig, dass die Hiring-Manager:innen eine zentrale Rolle bei der Unterstützung und Integration der neuen Talente übernehmen, um sicherzustellen, dass diese sich ihrem neuen Team zugehörig fühlen und auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit vorbereitet sind.
Vom Lernen ins Handeln kommen
In dieser Phase verlagert sich der Fokus auf die praktische Anwendung und die Übernahme erster Verantwortlichkeiten. Hier wird auch die Rolle der:des Manager:in noch wichtiger. Untersuchungen von Gallup zeigen, dass neue Mitarbeitende ihre Erfahrung mit 3,4-mal höherer Wahrscheinlichkeit als „außergewöhnlich“ beschreiben, wenn ihre Vorgesetzten aktiv am Onboarding-Prozess beteiligt sind.
Nutzung von Onboarding-Plattformen für aussagekräftiges Feedback
Konsequentes, zeitnahes Feedback ist in dieser Phase unerlässlich. Moderne Talentmanagementplattformen können dies erleichtern, indem sie kontinuierliche Feedback-Schleifen und Check-in-Gespräche integrieren. Anstatt auf ein formelles Beurteilungsgespräch zu warten, können Sie Echtzeit-Coaching bereitstellen. Zudem können neue Mitarbeiter:innen direkt im System um Unterstützung bitten. Dies schafft ein dynamisches, unterstützendes Umfeld, das die Skill-Entwicklung beschleunigt und sicherstellt, dass die neue Person auf Kurs bleibt. Unternehmen, die kontinuierliches Feedback geben, verzeichnen eine um 14,9 % niedrigere Fluktuation.
Die letzten 30 Tage: Förderung von Autonomie und künftigem Wachstum (Tage 61–90)
Die letzte Phase des 30-60-90-Tage-Plans dient dazu, die Rolle der Person im Team zu festigen und sie zu fördern, eigenständiger zu arbeiten. Der Fokus verschiebt sich auf die autonome Ausführung und die langfristige Planung. Diese Phase markiert einen wichtigen Meilenstein in der Mitarbeiter:innen-Journey, bei dem die neuen Talente vom anfänglichen Onboarding zur kontinuierlichen Entwicklung und Integration in das Unternehmen übergehen.
Befähigung zu eigenverantwortlichem Arbeiten und der Erstellung von Karrierepfaden
Spätestens jetzt sollte das neue Talent mit mehr Selbstvertrauen agieren. 90 Tage sind der perfekte Zeitpunkt, um nach vorn zu blicken. Gespräche zwischen Ihnen und den Mitarbeiter:innen sollten sich auf künftige Ziele und Karrierewünsche konzentrieren. Wer Karrierepfade innerhalb der Organisation anspricht, zeigt den neuen Mitarbeitenden, dass sie im Unternehmen eine Zukunft haben. Dies kann ein starker Motor für langfristige Loyalität sein.
Mit Daten den Onboarding-Erfolg validieren
Wie ermitteln Sie die Wirksamkeit Ihres Onboarding-Programms? Durch die Analysefunktionen einer integrierten Talentplattform wie Cornerstone können Sie den Fortschritt der im 30-60-90-Tage-Plan gesetzten Ziele verfolgen. Sie können die Abschlussraten für Schulungen überwachen, Performance-Feedback überprüfen und sogar den Onboarding-Erfolg mit langfristigen Kennzahlen wie den Werten für das Mitarbeiterengagement und die Bindungsraten verknüpfen, was einen klaren Return on Investment Ihrer Onboarding-Investition aufzeigt.
Wie Sie einen erfolgreichen 30-60-90-Tage-Onboarding-Plan entwickeln und implementieren
Um einen effektiven Onboarding-Plan zu erstellen, ist eine sorgfältige Vorbereitung und Zusammenarbeit zwischen HR, Hiring-Manager:in und Team erforderlich. Sie können folgende Schritte befolgen, um ein Framework zu erstellen, das neuen Mitarbeiter:innen einen erfolgreichen Start ermöglicht.
Schritt 1: Definieren Sie rollenspezifische Prioritäten vor dem ersten Arbeitstag
Bevor das neue Talent anfängt, sollten Sie definieren, wie Erfolg für diese spezifische Rolle nach 30, 60 und 90 Tagen aussieht. Der Onboarding-Prozess sollte umgehend nach der Annahme des Stellenangebots beginnen, um einen reibungslosen Übergang für die Neueinstellung zu gewährleisten. Mithilfe der folgenden Fragen können Sie definieren, was Erfolg in dieser Position bedeutet:
- Welches Grundwissen ist unerlässlich?
- Was sind die ersten Beiträge, die die neue Person leisten sollte?
- Welcher Grad an Autonomie wird nach drei Monaten erwartet?
Diese Vorarbeit ist unerlässlich, um einen Plan zu erstellen, der sowohl relevant als auch wirkungsvoll ist.
Schritt 2: Erstellen Sie eine Mastervorlage mit klaren thematischen Zielen
Entwickeln Sie eine universelle 30-60-90-Tage-Planvorlage, die individuell an verschiedene Rollen in Ihrem Unternehmen angepasst werden kann. Dieser Plan sollte sicherstellen, dass neue Mitarbeiter:innen alle für den Erfolg erforderlichen Tools erhalten, wodurch ein einfacher Zugriff auf wichtige Ressourcen und Informationen an einem einzigen Ort gewährleistet wird. Diese Vorlage sollte das übergeordnete Thema für jede Phase darlegen:
- Die ersten 30 Tage: Lernen und Integration. Konzentrieren Sie sich auf Unternehmenskultur, Systemtraining und Beziehungsaufbau.
- Die nächsten 30 Tage: Mitwirken und Zusammenarbeit. Konzentrieren Sie sich auf die anfänglichen Projektarbeiten, Feedbackschleifen und die Anwendung des erworbenen Wissens.
- Die letzten 30 Tage: Umsetzung und Weiterentwicklung. Konzentrieren Sie sich auf selbstständiges Arbeiten, Eigeninitiative und langfristige Planung.
Schritt 3: Füllen Sie den Plan mit spezifischen, messbaren und erreichbaren Zielen.
Für jede Phase können Sie spezifische, umsetzbare Ziele auflisten. Vermeiden Sie vage Aussagen wie „Lernen Sie die Grundlagen“ und setzen Sie stattdessen konkrete Ziele, wie zum Beispiel: „Schließen Sie bis zum Ende der zweiten Woche alle fünf Module des Compliance-Trainings ab“ oder „Nehmen Sie bis Tag 45 an drei Kundentelefonaten mit einem erfahrenen Teammitglied teil“.
Schritt 4: Planen Sie wichtige Check-in-Gespräche und Feedbackgespräche
Ein Plan ist nutzlos ohne Nachverfolgung. Planen Sie regelmäßige Check-in-Gespräche im Rahmen des Plans sowie mit der neuen Person ein. Ein erstes Gespräch zwischen dem neuen Talent und seiner:seinem direkten Vorgesetzten ist essenziell, um Erwartungen abzustimmen, Teammitglieder vorzustellen und frühzeitig wichtige Ressourcen bereitzustellen. Ein wöchentliches 30-minütiges Gespräch mit der:dem Manager:in, ein zweiwöchentliches Gespräch mit der:dem Mentor:in und formale Bewertungen nach 30, 60 und 90 Tagen sind entscheidend, um Unterstützung zu bieten, alle Hindernisse zu beseitigen und Anpassungen für alle vorzunehmen.
Schritt 5: Integrieren Sie Technologie, um den Fortschritt zu automatisieren und zu verfolgen.
Dutzende von Onboarding-Plänen manuell zu verwalten ist ineffizient. Nutzen Sie eine Onboarding-Plattform, um Aufgaben zuzuweisen, Trainingsinhalte bereitzustellen und Fortschritte zu verfolgen. Ein System kann automatisch Erinnerungen für Check-in-Gespräche auslösen, Willkommensnachrichten verschicken und damit ein nahtloses und professionelles Erlebnis schaffen, das administrativen Zeitaufwand einspart und Ihnen wertvolle Daten bereitstellt.
Der ehemalige Cornerstone-Kunde Ziggy’s Home Improvement – ein Familienunternehmen, das in Spokane gegründet wurde und sich über den gesamten Pazifischen Nordwesten der USA ausgebreitet hat – erkannte den Mehrwert von Technologien für das Onboarding und Upskilling neuer Mitarbeiter:innen, obwohl das Unternehmen bereits als starke Heimwerker-Marke etabliert war.
Mithilfe der Technologie von Cornerstone konnte Ziggy's seinen Onboarding-Prozess bei gleichzeitiger Implementierung von Learning und Skill-Entwicklung im Unternehmen verbessern.
Jordan Worthington, Training-Manager, erklärt: „Die Zeiten von ‚Stiefel schnüren und ran an die Arbeit‘ sind längst vorbei. Bewerber:innen und neue Mitarbeitende erwarten ein bestimmtes Maß an Betreuung, Aufmerksamkeit und Struktur, wenn sie ihre Arbeit bei einem Unternehmen aufnehmen. Um gute Mitarbeiter:innen zu gewinnen und zu halten, war es notwendig, dass wir uns vorstellen, unsere Erwartungen äußern, Compliance-Anforderungen erfüllen und einige schnelle Tipps für den Einstieg in unser Team geben.“
Schritt 6: Überprüfen und überarbeiten Sie den Plan mit dem neuen Talent.
Der 30-60-90-Tage-Plan sollte ein lebendiges Dokument sein. Besprechen Sie ihn am ersten Arbeitstag mit der neuen Person, um sicherzustellen, dass sie ihn versteht und die Möglichkeit hat, Fragen zu stellen. Seien Sie offen, Ziele auf Basis des Fortschritts und des Feedbacks während der ersten drei Monate anzupassen. Die regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung des Plans trägt dazu bei, ein starkes Onboarding-Programm aufzubauen und neue Mitarbeiter:innen aktiv einzubinden, sodass sie während des Onboarding-Prozesses motiviert und mit dem Unternehmen verbunden bleiben.
Ein personalisiertes Mitarbeiter-Onboarding steigert das Engagement
Ein Universalansatz beim Onboarding ist eine verpasste Gelegenheit. Die besten Programme sind auf die Rolle, die Erfahrungsstufe, und sogar die Arbeitsumgebung der jeweiligen Einzelperson zugeschnitten.
Kundenbericht: wie BJC HealthCare mit seinem GPS-Programm das Onboarding für 33.000 Mitarbeitende transformiert
Ein ehemaliger Kunde von Cornerstone, BJC Healthcare, eine gemeinnützige Gesundheitsorganisation mit 15 Krankenhäusern im Großraum St. Louis, stand vor einer einzigartigen Herausforderung beim Onboarding. Sie verwaltete eine kontinuierliche 24/7-Einstellung von 33.000 Mitarbeitenden in Aufgabenbereichen, die von der Gastronomie bis zur neurowissenschaftlichen Forschung reichten. Ihre Lösung war ein Programm namens „GPS“ (Guiding People to Success). Es beginnt mit einem strukturierten Onboarding, das Manager:innen Werkzeuge an die Hand gibt, um Mitarbeitende durch „die ersten Tage, Wochen und Monate“ zu begleiten.
Das System zeigt die Vorteile der in einer effektiven 30-60-90-Tage-Planung dargelegten Prinzipien. BJC nutzt seine Plattform, um „alle neuen Mitarbeiter:innen in eine Online-Community einzubinden“, in der „neue Mitarbeiter:innen Zugang zu Tools und Ressourcen erhalten, die sie nutzen können, um sich zu vernetzen und ihre Karriereentwicklung voranzubringen“. Dieser Ansatz spricht die zuvor diskutierten psychologischen Bedürfnisse direkt an: Klarheit, Verbindung und einen klaren Weg nach vorn ab dem ersten Tag.
Die Ergebnisse sprechen für die Wirksamkeit eines strukturierten, technologiegestützten Onboardings. Durch den Einsatz von Führungstools für Manager:innen und durch personalisierte Lernpfade fördert BJC die „Bindung neuer Mitarbeiter:innen und deren Engagement bei gleichzeitiger Unterstützung ihrer umfassenderen Mission im Bereich der gemeinnützigen Gesundheitsversorgung“.
Dies ist besonders wichtig für Mitarbeitende im Homeoffice und in Hybridmodellen, da sie ein gezielteres und strukturiertes Vorgehen benötigen, um sich als Teil des Teams zu fühlen und sich effektiv einzuarbeiten.
Häufige Fallstricke beim Onboarding und wie Sie sie vermeiden können
Es kann immer etwas schiefgehen, selbst wenn man einen Plan hat. Das Wissen um gängige Fehler beim Onboarding kann Ihnen dabei helfen, proaktiv einen widerstandsfähigeren Onboarding-Prozess zu entwickeln.
- Informationsüberflutung: Überfordern Sie neue Mitarbeitende nicht gleich am ersten Tag mit Informationen. Ein 30-60-90-Tage-Plan vermeidet dies auf natürliche Weise, indem er die Lernziele über einen längeren Zeitraum verteilt.
- Unternehmenskultur ignorieren: Beim Onboarding geht es genauso um die kulturelle Integration wie um das Jobtraining. Nehmen Sie explizit Aktivitäten auf, die die Werte und Kommunikationsnormen des Unternehmens vermitteln.
- Als Checkliste betrachten: Der Plan ist ein Leitfaden, nicht nur eine To-do-Liste. Der eigentliche Wert liegt in den Gesprächen und dem Feedback, die sich um den Plan drehen.
- Onboarding-Feedback vernachlässigen: Umfragen und regelmäßige Check-in-Gespräche mit neuen Mitarbeiter:innen sind bewährte Verfahren, um eine reibungslose Integration zu gewährleisten, die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern und eine bessere Onboarding-Erfahrung zu schaffen.
Die Beteiligung der Vorgesetzten beim Onboarding ist entscheidend
Die entscheidende Rolle der:des Vorgesetzten im Onboarding-Prozess kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Trotz einer beeindruckenden 30-60-90-Tage-Vorlage als Basis kann man ohne das Einverständnis und die Umsetzung durch die:den Hiring-Manager:in das Gefühl haben, die Zeit aller Beteiligten zu verschwenden. Durch die Einbeziehung von Manager:innen in den Onboarding-Prozess wird sichergestellt, dass neue Mitarbeiter:innen von Anfang an Anleitung, Unterstützung und klare Erwartungen erhalten.
Achten Sie darauf, dass Ihr Führungsteam die Verhaltensmerkmale fördert und weiterentwickelt, die im Recruiting-Prozess aufgefallen sind. Dieser Fokus auf Verhaltensentwicklung macht das Engagement der Manager:innen so entscheidend. Wie der Arbeitspsychologie-Experte Dr. Neil Lavender hervorhebt: „Man kann fähige Mitarbeitende dazu ausbilden, die Arbeit zu erledigen. Ich suche Familienwerte, die Fähigkeit, gut mit anderen umzugehen, positive zwischenmenschliche Beziehungen, Ehrlichkeit und Integrität.“ Die Entwicklung solcher Charakterzüge bei neuen Mitarbeiter:innen erfordert eine fortlaufende Förderung durch sinnvolle Interaktionen mit den Manager:innen.
Messung des Return on Investment eines strukturierten Onboarding-Programms
Die Investition in ein strategisches Onboarding liefert konkrete Geschäftsergebnisse. Die Kosten für den Verlust einer:eines Mitarbeiter:in sind beträchtlich; Gallup schätzt, dass die Neubesetzung eines einzelnen Talents die Hälfte bis zum Doppelten seines Jahresgehalts kosten kann. Durch die Verbesserung der Mitarbeiterbindung erzielen Sie beträchtliche Einsparungen.
Um den Mehrwert nachzuweisen, konzentrieren Sie sich auf drei zentrale Kennzahlen:
- Bindung: Verfolgen Sie die Fluktuationsraten bei neuen Mitarbeiter:innen nach 90 Tagen, sechs Monaten und einem Jahr.
- Engagement: Nutzen Sie Pulsbefragungen, um das Engagement neuer Mitarbeiter:innen, ihre Zufriedenheit und ihr Zugehörigkeitsgefühl zu messen.
- Zeit bis zur Produktivität: Arbeiten Sie mit Manager:innen zusammen, um zu definieren, wie eine „volle Produktivität“ für jede Rolle aussieht, und verfolgen Sie, wie lange neue Mitarbeitende brauchen, um diese Vorgaben zu erreichen.
Möchten Sie sehen, wie ein erfolgreicher 30-60-90-Tage-Plan in der Praxis aussieht? Erfahren Sie, wie Accolade Cornerstone nutzte, um die Onboarding-Zeit für neue Mitarbeiter:innen von sechs auf drei Wochen zu verkürzen und gleichzeitig deren Einsatzbereitschaft zu verbessern.
Häufig gestellte Fragen zu Best Practices beim Onboarding
Was ist das Hauptziel eines 30-60-90-Tage-Plans?
Das Hauptziel eines 30-60-90-Tage-Plans ist es, eine strukturierte, transparente Roadmap für die ersten drei Monate eines neuen Talents zu bieten. Es geht darum, seine Integration zu beschleunigen, die Erwartungen zu klären und die Einarbeitungszeit zu verkürzen, indem Learning- und Performance-Ziele in überschaubare Phasen unterteilt werden, wodurch die Bindung um über 60 % gesteigert werden kann.
Wie messen Sie den Erfolg eines Onboarding-Programms?
Der Erfolg eines Onboarding-Programms wird anhand wichtiger Geschäftskennzahlen gemessen, hauptsächlich der Bindungsraten neuer Mitarbeiter:innen (nach 90 Tagen und 1 Jahr), der Zeit bis zur Produktivität (wie schnell ein Talent seine volle Effektivität erreicht) sowie der Engagement-Werte neuer Mitarbeiter:innen, die aus regelmäßigen Pulsbefragungen ermittelt werden.
Sollte ein 30-60-90-Tage-Plan für jede:n Mitarbeiter:in gleich sein?
Nein. Zwar kann ein Unternehmen eine Mastervorlage verwenden, doch die effektivste Onboarding-Best-Practice besteht darin, den 30-60-90-Tage-Plan auf die jeweilige Rolle, Abteilung und Erfahrungsstufe der neuen Person zuzuschneiden. Ein Plan für eine Führungskraft im Senior Management sieht ganz anders aus als der für eine Junior-Führungskraft.
Wer ist für die Erstellung des 30-60-90-Tage-Plans verantwortlich?
Die Erstellung des 30-60-90-Tage-Plans ist eine Gemeinschaftsaufgabe. HR bietet in der Regel das Rahmenwerk, die Vorlagen und die Technologie. Allerdings trägt die:der Hiring-Manager:in die Hauptverantwortung dafür, den Plan mit rollenspezifischen Zielen individuell anzupassen und ihn durch regelmäßige Check-in-Gespräche mit den neuen Mitarbeiter:innen umzusetzen.


